Dänischer Sommer

Wednesday, July 21. 2010

Wenn einem der berüchtigte dänische Sommer (von dem die Legende geht, manch einer habe ihn verpasst, weil er kurz auf dem Klo war) so wenig übel mitspielt wie in den letzten Tagen, kann man das ja durchaus auch mal schriftlich festhalten. Und so sieht denn die Lage aus momentan:

Das Department ist halb bis dreiviertel leer, da Dänemark im Juli insgesamt im Prinzip geschlossen hat. Zum Mittagessen nimmt man seine Butterbrote mitsamt gulerøder (Mohrrüben, die zu jedem dänischen Lunch pflichtgemäß dazugehören) auf den Linden-beschatteten Holzbänken im Innenhof des Unigebäudes ein. Die Gespräche mit den gottlob doch noch Gesellschaft leistenden zurück- und daheimgebliebenen Kollegen drehen sich um die Wahrscheinlichkeit, mit welcher der heutige Tag der letzte Sommertag sein könnte, um langfristige Berufs-, mittelfristige Konferenz- und kurzfristige Strandbesuchs- und Grill-Ziele ("ist im Frederiksberg Have das Grillen gestattet, und wenn nein, könnte man sich im Notfall mit seiner ausländischen Identität rausreden?"), sowie um die Chance, für den neuerlich erworbenen Siemens-Kaffee-Vollautomaten eine Softeis-spendende Erweiterungsapparatur zu erwerben und montieren. Letzteres scheitert freilich am mangelnden Angebot seitens des Herstellers, doch die Hoffnung stirbt zuletzt, dass man die Softeis-Extension als open-access-plugin bald online herunterlanden kann – vielleicht auch als package in R, denn da gibt's ja bekanntlich alles.

Die laut dröhnende, quasi durch das Büro hindurchfahrende Hauptverkehrsstraße, deren Geräuschintensität dadurch, dass die Hitze bei geschlossenem Fenster stehend und somit unerträglich wird, lässt die Arbeit nach der Mittagspause mithin nicht unbedingt konzentrierter werden. Daher ist die Freude darüber, dass die während der Nichtferienzeit zahllosen Besprechungen, Seminare und Diskussionsrunden, die einen doch sonst so sehr vom eigentlichen wissenschaftlichen Tun abhalten, durch möglichst ebenso zahllose Kaffee-, Kuchen- oder Eiscremepausen ersetzt werden, groß.

Mittwochs ab 16:00 Uhr fiebert man dann, nachdem man das für heute selbstgesteckte Pensum abermals durch diverse Facebook-Aktualisierungen und wichtige Informationsrecherchen aus dem Sommerloch bei Spiegel Online weiter in Richtung der definitiven Nichtbewältigung gerückt hat, dem wöchentlichen Fußball-Event entgegen, also werden die Shorts gewechselt, die Stutzen gestrafft und die Stollen angelegt, um für etwa zwei Stunden auf knochenhartem Rasen durch die pralle Sonne zu rennen. Was aber Spaß macht, solange man sich ordentlich eingeschmiert hat, denn sonst gerät der üblicherweise eher käsige Teint leicht zum Hummer-Abbild.

Und das wirklich Gute am Kopenhagener Sommer ist, dass nach dem zweistündigen Aufheizen auf dem Bolzplatz das frische, klare Wasser der Ostsee in zehnminütiger Radelentfernung die unbändige Versuchung einer Abkühlung bietet. Gesagt, getan, man springt (natürlich gemeinsam mit etwa 2000 weiteren Gleichgesinnten, die gleichfalls die etwa 1000 Quadratmeter Sandfleck am Svanemøllener Strand belegen) in die frischen Fluten, die zwar im Gegensatz zur wellig-brausenden Nordsee doch eher einer Badewanne gleichen, aber wir wollen uns ja nicht beschweren. Beim kühlen Bade lauscht man den Ausführungen des Kollegen, seineszeichens promovierter Biogeochemiker und Spezialist für marines Phytoplankton, die kurz die Zusammensetzung der hier vorliegenden (bzw. –schwebenden) Planktonfemeinschaft anhand der grünlichen Wassertrübung darstellen. Was will man mehr – im dänischen Sommer!?


Ein Monat im Spiegel

Sunday, April 5. 2009

Wer angesichts des Titels denkt, hier handele es sich um eine Zusammenfassung der in den vergangenen ca. 30 Tagen in nämlichem Nachrichtenmagazin erschienenen Artikel, irrt. Vielmehr will ich hiermit auf den letzten Monat zumindest kurz reflektierend Rückschau halten. Viel zumeist höchst erfreuliches hat sich nämlich ereignet in dieser Zeit, was hier freilich nicht in aller Ausführlichkeit der geschätzten Leserschaft anheim gegeben werden soll, doch besonders sei natürlich die neuerliche Verlagerung meines Lebens- und v.a. Arbeitsmittelpunktes von der spanischen in die dänische Hauptstadt erwähnt.



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Fahrradtour in den Urlaub

Thursday, June 28. 2007

Ich bin wieder in Kopenhagen, und das ist auch gut so. Es kommt mir ein bisschen vor, als wäre hier alles voll Frischluft. In meiner Wohnung, im Büro, in der Mensa, in der Stadt und am Meer. Am Meer? Jawohl am Meer. Dieses, bzw. einen kleinen Eindruck davon, vermochte ich mir vorgestern zu erradeln, was mir wie ein Urlaub im Zeitraffer vorzukommen beliebte...



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Sightseeing bei Sonnenschein

Sunday, March 4. 2007

Wenn ich auch eigentlich genug Arbeit habe für das Wochenende, die nach Erledigung schreit, so ließ mir der erste Sonnenschein nach ca. drei Wochen heute keine andere Wahl, als denselben zu genießen. Also schwang ich mich auf mein Radl und erkundete einige Sehenswürdigkeiten, die mir bisher verborgen geblieben waren, so unter anderem das Rosenborg Slot und die Lille Havfrue (Die kleine Meerjungfrau). Wer mehr Bilder sehen möchte, schaue in meinem Kopenhagen-Ordner bei den fotouristen nach.

Figaro auf Arabisch

Saturday, March 3. 2007


Nørrebro, der Stadtteil Kopenhagens, in dem zu leben mir vergönnt ist und wo derzeit Nacht für Nacht die großen Straßenkrawalle stattfinden (gerade im Moment höre ich wieder den Polizeihubschrauber über dem Dach meiner Wohnung kreisen...), ist prinzipiell ein sehr lebhafter Stadtteil. Divers, so könnte man auch sagen, wenn man in makroökologischer Fachsprache zu sprechen versucht ist.

[Achtung, jetzt kommt ein längerer Einschub:
Eine gute Freundin, Frau S. aus E. im Ww., riet mir, bei meinen Einträgen doch vermehrt von Absätzen Gebrauch zu machen. Dieser konstruktiv kritischen Anmerkung komme ich doch hier gerne nach. Obgleich man - dies sei allen Kolleginnen und Kollegen der schreibenden oder bloggenden Zunft hier auch mitgegeben - keinesfalls einen Absatz nur aus einem Satz bestehen lassen sollte. Dies haben uns Ökologiestudenten die Herren Professoren dieses Faches in Marburg immerhin beibringen können.
Jetzt geht es weiter.]

Es gibt in Nørrebro nun also eine bunte Vielfalt von allem Möglichen. Nationalitäten, Berufstätigkeiten, Altersklassen und soziale Schichten auf der einen Seite und auf der anderen Seite Fressbuden, Cafés, Supermärkte, Fleischereien, Bäckereien, Elektroläden, Möbelgeschäfte, Ramschläden etc. weisen eine außerordentlich hohe Dichte wie auch Diversität auf. Zwei Arten von Gewerben jedoch sind hier, obgleich in ebenso hoher, wenn nicht gar höherer Abundanz vertreten, von ungemeiner Uniformität geprägt: Obst- bzw. Gemüseläden und Frisøre. An jeder Ecke wird man förmlich von Orangen, Zucchini und Mangos erschlagen, und zwischen all den Salatsorten und Petersilienbündeln findet man kaum den Eingang. Und jeder Laden hat das selbe Sortiment.

Die Frisørdichte sucht meines Erachtens weltweit ihresgleichen. Und wie die Gemüseläden sind sie fest in der Hand von Ausl... - nein, gemäß der schwierigen Gemengelage aus Antidiskriminierungsgesetz und Politikslangmainstream sagt man ja jetzt "Menschen mit Migrationshintergrund". Egal - ich bin ja auch ein Ausländer hier im Staate Dänemark. Wo waren wir bzw. war ich? Ach ja, beim Frisør. Und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Angesichts dessen, dass es für einen Haarschnitt mal wieder höchste Zeit wurde, suchte ich also einen arabischen Frisørsalon auf. Dies war ein Erlebnis, das ich doch hier nicht umhin komme ein wenig zu umschreiben.

Der von mir gewählte Salon ist voll mit wartenden Leuten. Auf den Wartebanken bzw. -stühlen sitzen diverse Familien mit Kindern verschiedener Altersklassen, eine junge Frau, drei Jüngelchen, die so gerne schon in der Pubertät wären, etwas weiter hinten in der coolen Ecke steht ein cooler Typ, der gleichsam wartet. "Original"-Dänen gibt es hier anscheinend nicht. Der Salon ist zweigeteilt: Wir sitzen in dem Bereich, den ich mal die "offene Abteilung" nenne, die Damen offenbar strengeren islamischen Glaubens mit verhüllter Haarpracht werden in die "geschlossene Abteilung" geleitet, die dem weiblichen Geschlecht vorbehalten ist. Am Übergang zwischen beiden Bereichen, der durch einen etwas vergammelten Vorhang markiert ist, steht ein Junge im Trainingsanzug, der so gerne aus der Pubertät raus wäre, der als Türsteher abgestellt ist, die Kasse bewacht oder den bereits eselsbeohrten Collegeblock beaufsichtigt, der wohl der Tagesbuchführung dient. Die vollkommene Teilnahmslosigkeit des Kerlchens ist indessen nicht zu überbieten - selbst als ein paar Kollegen (?) oder Schulkameraden (?) o.ä. reinkommen, um ihm kurz Hallo zu sagen, fällt es ihm schwer, eine Reaktion zu zeigen. Ich sitze also mich also auf der plüschigen, sehr tief liegenden Wartebank und warte. Neben mich setzt sich ein Typ mitsamt einer Tüte Milch und einer Flasche Sonnenblumenöl. Hierfür verlangt er beim "Teilnahmslosen" eine Plastiktüte, bekommt sie, befreit sie von Haaren und wickelt sein Zeug sehr sorgfältig darin ein. Woraufhin seine Frau (?) aus der geschlossenen Abteilung kommt, ihn sein Päckchen in eine weitere Plastiktüte stopfen lässt und mit ihm abdampft.
Auf den Behandlungsstühlen sitzen einerseits inzwischen die junge Frau, die ihr Haar ganz im Sinne Heinz Erhardts heute offen trägt und sich die Spitzen schneiden lässt, und andererseits immer noch ein junger Mann, der das Ganzkopf-Pflege-Programm gebucht hat. Dies beinhaltet: Haarschnitt, Haarwäsche, nochmal Haarwäsche, Geleinarbeitung [schwieriges Wort, was?], Rasur und Bartkürzung. Na dann nichts wie ab auf die Piste! Danach bin ich dran. Hilfe! Ich kann weder dänisch noch arabisch noch türkisch - also keine der drei Sprachen, die hier anscheinend gesprochen werden. Nun denn, der junge Friseurmeistergesellenheini, der mich zu bearbeiten gedenkt, versteht offenbar auch ein bisschen englisch: "Short, but not too short in the back and on the sides". Mal abgesehen davon, dass das grammatisch und vokabulär gesehen wahrscheinlich eh nicht korrekt ist, hat er m.E. eher verstanden: "Kurz, und besonders kurz hinten und an den Seiten." Nun ja. Insgesamt kann sich seine Arbeit aber durchaus sehen lassen, wie ich finde (nein, es gibt hier kein Foto des Machwerks zur Ansicht!). Da wurde ich in Altenkirchen schon schlechter frisiert, zumal für den Preis (100 DKK, was etwa 13,50 Euro entspricht)!

Mein Fazit: Ein günstiger Haarschnitt mit faszinierendem interkulturellem Begleitprogramm von hohem Unterhaltungswert.

Randale!

Thursday, March 1. 2007

Fernseh- und Politiwagen.

Hoch ging es heute her im Kopenhagener Stadtteil Norrebro. Heute morgen hat die Polizei mit Spezialkräften, aus Hubschraubern kletternden Räumungskommandos und allerhand Mannschaftswagen das bekannte Jugendhaus "Ungdomshuset" geräumt, das wohl schon länger eine heftig umstrittene hier in der dänischen Hauptstadt war. Wer genaueres dazu wissen will, informiere sich hier. Das ganze begann heute morgen um 7:00 Uhr und zieht sich bis jetzt, vermutlich auch noch die ganze Nacht durch. Einige Eindrücke gibt es auf der Seite der dänischen Zeitung Politiken.
Und der Vogelwart ist mittendrin! Naja, nicht ganz - zum Glück. Aber ich wohne nur ein paar Blöcke weiter, und die Uni ist auch nicht fern. Überrascht war ich in der Tat heute morgen, als ich vor dem Department einen Streifenwagen sah. Der stand dann da den ganzen Tag. Warum? Die geschätzten Kolleginnen erzählten mir, er bewache das Kopfsteinpflaster, das quer durch den Park verlegt ist, so dass das keiner klaut, um Polizisten(helme) zu erschlagen. Ob das so stimmt? Keine Ahnung. Die drei Bilder hier auf der Seite geben das wieder, was ich gegen 21 Uhr - aus sicherem Abstand, versteht sich - vorgefunden habe.
Das ganze war aber dann doch gar nicht so spaßig wie es hier anmuten mag: Es gab Straßenschlachten, Verletzte, brennende Barrikaden, Inhaftierungen. Demo-Touristen gab es auch: Vor allem aus Deutschland reisten angeblich die entsprechenden Solidaritätsvölker an ...

Wie dem auch sei. Krawalle scheinen mir nicht die richtige Antwort zu sein auf politische (Fehl-)Entscheidungen. Doch auch wenn ich mir bisher noch kein abschließendes Urteil über die Sachlage bilden konnte, so kann ich, auch nach einigen kurzen Gesprächen mit meinen Kollegen, angesichts der Gewalt, die, wenn auch in ihrem Ausmaße unberechtigt, doch sicher einen Grund hat, und mit Blick auf Stadtverwaltung, Politik und Polizei zumindest sagen: Da scheint mir was faul im Staate Dänemark!

Polizisten mit Gasmasken drücken sich in einer Ecke herum.

Dieses Bild ging daneben.

Schneesturm

Thursday, February 22. 2007

Schnee...

Figure 1
...liegt seit gestern hier in der dänischen Hauptstadt. Seit Tagen sprach man im Department schon über den heranziehenden Schneesturm, und tatsächlich begann es gestern Morgen bereits zu stürmen und gestern Nachmittag setzte heftiger Schneefall ein, so dass inzwischen gut 20 cm Schneedecke liegen, auch neben/am/auf dem Gebäude, in dem Teile des Biologischen Instituts untergebracht sind - so auch das Center for Macroecology und damit auch ich (Fig. 1). So manches Fahrrad, das allein und hilflos am Straßenrand stand, wurde unter der fallenden weißen Pracht begraben (Fig. 2). Vom Radfahren werden die Dänen indes durch Schnee(matsch)massen nicht abgehalten (Fig. 3). Selbst überdachte (jedoch nicht ringsum geschlossene) Telefonzellen wurden vollgeweht.
Figure 4
Figure 3
Figure 2

Dänisch. Hier: einige Wörter des täglichen Gebrauchs.

Wednesday, February 21. 2007

Mir gefällt das Dänische - vom Hören(sozu)sagen - ganz gut. Es hat was Geschwätziges, und das liegt mir ja. Hier mal eine kleine Auswahl gebräuchlicher und interessanter Wörter, die ich bisher aufgeschnappt habe:

  • Ensrettet - Einbahnstraße
  • Tryk - Drücken
  • Traek - Ziehen (das ae ist als zusammengeschrieben zu verstehen - leider weiß ich nicht, wie man solche Sonderzeichen hier verwendet)
  • Kroner - Kronen
  • Rengoring - Reinigung (das o ist durchgestrichen, s.o.)
  • Boller -Brötchen
  • Skat - Steuer
  • Skattekort - Steuerkarte
  • Hilsen - Gruß
  • Hilsener - Grüße
  • Mange hilsner - viele Grüße
  • Kaere hilsener - liebe Grüße
  • Sne - Schnee
  • Bank - Bank
  • Fugl - Vogel
  • Folkeregistret - Einwohnermeldeamt
  • Lokalavisen - Lokalzeitung
Bitte lernen, morgen wird's abgefragt.

Ominöser Fehler und Dänisch - hier: Karnevalsbräuche.

Monday, February 19. 2007

Heute war diese Seite (auch für mich) eine ganze Zeit lang unabrufbar. Schade. Keine Ahnung, woran es gelegen hat, doch ich entschuldige mich für die Unannehmlichkeiten, sollten die, die den Blog aufzurufen versuchten, es als solche verstanden haben, ihn nicht haben aufrufen zu können. Das war'n schwerer Satz, was? Germanisten, wiederholt mal, analysiert und korrigiert! (Susanne G., Stefan Sch., Frank Sch., Christian Sch., Esther M., Martin G., Sabine K. etc., an die Front!)

Dänischer Karneval...

...heißt Fastelavn [ausgesprochen: Fastelauwn - mit hauchzart angedeutetem "w"]. Bei der heutigen Kuchensession im Department (zu der ich meine(n) Einstandskuchen spendierte, u.a. übrigens einen Rotweinkuchen, der, obwohl alle überrascht waren, dass man Rotwein in einen Kuchen tun kann, sehr gut ankam), wurde sich auch über einige Bräuche zum heutigen Rosenmontag ausgetauscht. Es wurden zum Beispiel auch "Fastelavnsboller" ausgegeben. Dies sind keine Böller, sondern eine Art Krapfen. Oder noch besser umschrieben: Hohle, süße, weiche Brötchen mit einer Spur Apfel-Zimt-Füllung und Zuckerguss. Sehr lecker übrigens. Wobei mir von einem holländischen Kollegen gesteckt wurde, dass die Dänen zu nahezu jedem erdenklichen Anlass irgendwelche Boller zünden, äh..., backen und essen. Weitere Bräuche sind das Verkleiden (offenbar durchaus vergleichbar mit einem unserer Karnevalsbräuche), sowie traditionell das Erschlagen der Katze im Fass. Es wurde uns Auswärtigen ein Informationsblatt dazu ausgehändigt, sinnigerweise englisch geschrieben, welches die Genese und heutige Durchführungsweise dieses merkwürdigen Brauches erklärt. Ich fand das so seltsam, dass ich gleich die Hälfte der Informationen wieder vergaß, doch trotzdem werde ich die in meinem Gedächtnis noch aufzufindenden Bruchstücke hier gerne beitragen (für die Richtigkeit oder gar das Nichtvorhandensein eigener kreativer Ergänzungen übernimmt der Autor keine Verantwortung):

Früher hat man zu Fastelavn eine Katze in ein Fass getan und auf das Fass eingedroschen, bis das Fass zerbrach bzw. kaputt war. Wenn die Katze nicht schon ebenfalls dahingerafft war, wurde sie erschlagen. In späteren Zeiten hat man eine Katze, die bereits tot war, in das Fass getan und auf dem Fass herumgekloppt. Noch später hat man dann statt der Katze Süßigkeiten in das Fass getan und drauf rumgehauen, bis das Fass barst und die Kinder sich freuten. Und noch später ist daraus dann geworden, dass die Kinder, als Süßigkeiten verkleidet, mit einem Holzfass (heute: Holzbeutel, wahlweise umweltfreundlicher Vollkornleinenbeutel oder klimafeindliche Plastiktüte) durch die Straßen ziehen und Katzen erschlagen. Manche gehen auch als Katzen verkleidet und sammeln Süßigkeiten.

Beim Begriff Fastelavn habe ich heute überlegt, wie viele Begriffe es für "Karneval" im Deutschen gibt. Mir sind spontan folgende eingefallen:

  • Karneval
  • Fastnacht
  • Fassenacht
  • Fasnet
  • Fastelovend
  • Fasteleer
  • Fasching
Weitere bitte in der Rubrik "Kommentare" ablegen!



Stadtbummel: Ein Brainstorming

Sunday, February 11. 2007

Von meinem heutigen erneuten Bummel durch die Kopenhagener Innenstadt sind folgende Dinge berichtenswert, die ich hier nur in Form eines Brainstormings präsentieren möchte. Alles in einen womöglich literarisch wertvollen, zusammenhängenden Fließtext zu bringen, würde zum einen den Rahmen sprengen und mich zum anderen zu lange von der längst notwendigen Bettruhe abhalten.

Pelzmäntel

Auf der einschlägigen Einkaufsmeile laufen im Gegensatz zu Deutschland auffällig viele Damen in Pelzmänteln herum. Erklärungen hierfür könnten sein, dass (a) man hier weniger geneigt ist, die aus Sicht des Tierschutzes aufzuwerfenden Bedenken gegen die Pelztierhaltung ernst zu nehmen, (b) man hier die Pelztiere artgerecht hält, (c) die Bestände von Pelztieren in Dänemark (und auf dem zu ihm gehörenden Grönland) so hoch sind, dass man die Felle aus der Natur "ernten" kann, (d) es hier auf Grund der eisigen Winterkälte einfach notwendig ist, Pelz zu tragen. Ich denke, die Gründe (b) bis (d) sind grober Unfug, daher wird es wohl (a) sein, was bedauerlich wäre. Ich werde der Sache nachgehen.

Hotdogs

Überall in der Innenstadt gibt es Hotdog-Buden. Ein recht kleines Exemplar, großzügig mit Senfsoße und Ketchup bestrichten sowie mit Zwiebeln und Gurken belegt, schmeckt recht ordentlich, kostet 18 Kroner (in Dänemark ist das r anstatt des deutschen n das Pluralkennzeichen), also umgerechnet ca. 2,50 Euro, und macht mitnichten satt.

Skandinavische Essgewohnheiten

Während ich des Nachmittags in einem Café saß und eine große (und gute!) Tasse Kaffee sowie ein mäßiges Schokocroissant zu mir nahm, las ich in meinem lonelyplanet-cityguide "Copenhagen" folgende Darstellung über die Wertschätzung des Essens in verschiedenen skandinavischen Ländern: Die Dänen leben, um zu essen, die Norweger essen, um zu leben, und die Schweden essen, um zu trinken. Wo die Finnen geblieben sind, kann ich indes nicht ergründen - Martin, weißt du da näheres zu? Nun, ich möchte hierzu anmerken, dass ich nicht davon ausgehe, dass die Dänen, bei allem Respekt, eine solche Esskultur wie Franzosen oder Italiener an den Tag zu legen, doch mag es sein, dass innerhalb Skandinaviens Dänemark in Sachen Stellenwert der Nahrungsaufnahme auf dem vorderen Platz liegen. So kommt es dann wohl auch, dass man wirklich hochfrequent Lebensmittelläden, Essbuden, Cafés, (gute, auch im Vergleich zu Deutschland) Bäckereien, Sandwichbars, Restaurants und Gemüsehändler findet. Bravo.

Eine kleine Demo...

...gab's heute auch. Zunächst trommelte man sich auf dem Rathausplatz warm, bis man sich ungefähr zu zwanzigst in bunten Kostümen zusammengefunden hatte, um dann den Stroget (die große Einkaufsstraße) hinabzuziehen. Begleitet von einigen gelangweilten Polizisten zog man dan weiter Richtung Christiansborg Slot (= Parlamentssitz). Wogegen demonstriert wurde? Keine Ahnung!

Fahrräder...

...sind das Verkehrsmittel in Kopenhagen. Es gibt auf den Hauptverkehrsstraßen gesonderte Fahrradwege oder besser gesagt -straßen, die i.d.R. deutlich breiter sind als die Bürgersteige. Das eine oder andere Bild, das einen Eindruck der Wichtigkeit des Fahrrads in der dänischen Hauptstadt zu vermitteln versucht, findet sich beim Nachsuchen auf der Bilderseite (s.u.).


FOTOS...

...aus Kopenhagen (und demnächst auch von vielen anderen Orten) gibt es seit heute HIER zum Anschauen. Wer noch mehr sehen möchte, melde sich bitte per Kommentar oder E-Mail bei mir. Diejenigen, bei denen ich es dann für gerechtfertigt halte, ihnen weitergehende Einblicke zu gewähren, bekommen ein Passwort von mir zur weiteren Einsichtnahme. Ein Dank an dieser Stelle übrigens an Sascha und seine fotouristen-Seite, die wirklich jedem Fotofreund nachdrücklich zu empfehlen ist. Nicht nur, dass sie sehr benutzerfreundlich ist (man kann problemlos Bilder hochladen, Dia-Shows starten, Kommentare schalten usw.) - nein, man bleibt in der Regel einfach viel länger auf der Seite, als man will, weil es einfach wahnsinnig gute, interessante, witziger, bekloppte, skurrile etc. Bilder zum Anschauen gibt - also: check this out!

Die Kuchenmafia

Thursday, February 8. 2007





Heute gab es folgende mail über den Abteilungs-Verteiler:

"Hi All, to celebrate that I recently got a paper published
and because of a benign but persistent pressure from the cake-mafia I will
bring cake today at 15.00 in the coffereoom."

Eine solche Mail lässt erahnen, dass es in unserer Abteilung, die wie bereits in einem vorangegangenen Eintrag aus den Arbeitsgruppen der Professoren Boomsma und Rahbek besteht, ein ausgeprägtes Sozialleben gibt. Was durchaus naheliegt, beschäftigt sich die Boomsma-AG doch vorwiegend mit sozialen Insekten, namentlich Ameisen. Folglich ist jener Teil des Departments - so scheint es mir zumindest bisher - in Sachen sozialer Aktivitätsentfaltung der AG Rahbek, der ich bekanntlich auch angehöre, etwas überlegen. Doch wir nehmen gerne an den von den Insekten-Leuten organisierten Gemeinschaftsveranstaltungen teil...

Zurück zum Thema Kuchen-Mafia. Die Kuchen-Mafia der Abteilung für Populationsbiologie im Institut für Biologie organisiert die Versorgung mit Kuchen. Hierzu gibt es bestimmte Regeln, die uns neuen Mitgliedern der Abteilung heute en detail erklärt wurden.

Gründe, einen Kuchen mitzubringen, sind:
  • Ankunft als neues Mitglied der Abteilung
  • Veröffentlichung eines papers
    • hier gilt bereits die Nachricht der Annahme des papers als Kuchengrund - liegt zwischen Annahme und Druck ein zu langer Zeitraum, ergibt sich zwangsläufig ein neuer Kuchengrund
    • für Publikationen in Nature oder Science werden zwei Kuchen fällig
  • Ablehnung eines papers (im Falle der Bekanntgabe derselben)
  • Geburtstag
  • Hochzeit
  • Scheidung
  • Geburten
Es gibt vier Kategorien von Kuchen:
  1. selbst gebacken
  2. von Freund/Freundin bzw. Ehegatten gebacken
  3. selbst gekauft
  4. von Freund/Freundin bzw. Ehegatten gekauft

Je nachdem, welches Ereignis aus der o.a. Liste eintritt, bestimmt sich die Anzahl der Kuchen bzw. die Mindestanzahl der Kategorie. Grob gerechnet, könnte man z.B. sagen, dass eine Science-Publikation ca. 2 Kategorie-1-Kuchen oder 3 Kategorie-3 Kuchen erfordert.

Es gibt - gemäß guter alter Mafia-Sitte - selbstverständlich keine schriftliche Fixierung der Kuchen-Mafia-Regeln. Dementsprechend sind die hier zu lesenden Angaben als vertraulich bzw. nicht existent zu behandeln. Aber wir sind ja hier unter uns.

Morgen gibt es aus Anlass des 30 Geburtstages eines deutschen Kollegen übrigens Bier. Na also!

...noch was dienstliches

Um hier nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, ich würde die Zeit nur mit Kaffeepausen, Kuchenregeln und Blog-Einträgen verbringen (die Marburger Tierökos wissen sich ja mit solchen Anschuldigungen auseinanderzusetzen), füge ich hier noch einen kleinen Hinweis an, dass ich seit heute auf der Website meiner spanischen Heimat-Arbeitsgruppe mit einem kleinen Text online bin.


Preisfrage

Tuesday, February 6. 2007

Allgemein gilt Skandinavien als teuer, so auch Dänemark. Hier mal zur Orientierung einige Preise von Produkten für den täglichen Bedarf, wie ich sie gestern bei meinem ersten größeren Einkauf erleben durfte:
(Angaben in Euro, Kurs: 1 Euro = 7,45 Dänische Kronen)

  • 1 Liter Vollmilch - 0,97
  • Flasche Rotwein (höchstens untere Mittelklasse) - 4,56
  • 1 kg Spaghetti - 1,60
  • Klopapier (Recycling, 8 Rollen) - 2,28
  • Beutel Clementinen - 1,88
  • Gläschen Pesto - 1,47
  • 1 Becher Joghurt - 0,53
  • Glas Nutella - 2,68
  • Tube Tomatenmark - 0,74
  • 2 Bananen - 0,74
  • 1 Avocado - 1,07
  • 4 Äpfel - 1,48
  • 6 Freilandeier - 2,95


BeBeBe: Begrüßung, Bechsteindrossel, Behörde

Monday, February 5. 2007

Begrüßung

Erster Tag im Department. Nach der sehr freundlichen Begrüßung durch meinen neuen Chef, Prof. Carsten Rahbek, und die anderen anwesenden Mitglieder des Center for Macroecology stand zunächst das allwöchentlich-montägliche Abteilungs-Frühstück an. Zur kurz erklärenden Verwirrung: Das Center of Macroecology ist ein drittmittelfinanziertes Institut, das zur Abteilung für Population Biology gehört, in dem Carsten Rahbek einer von zwei Professoren ist. Die Abteilung gehört zum Department of Biology (manchmal findet man auch den Begriff "Institute of Biology"), welches zur Faculty of Science gehört, eine von acht Fakultäten der Universität Kopenhagen. Soviel zum Organisatorischen. Der Leiter der Abteilung Populationsbiologie, Prof. Koos Boomsma, dessen Publikationsliste im übrigen eigenes hergibt, begrüßte nun also im vollen "Wellnessbereich" der Abteilung die neuen Mitglieder (auch ich wurde genötigt, einen Satz zu sagen, was mir dann doch gelang). Sodann wurden wichtige Neuigkeiten ausgetauscht, hier eine kleine Auswahl: "I'm off to Galapagos next week - being back in the end of March", "The new towel service has been established", "We are merging with a couple of other institutes in the context of re-structuring the university". Schließlich gab Boomsma persönlich einige Kommentare zur neuesten biologischen Literatur, v.a. mit Hinweisen auf die neuesten Artikel in Science und Nature. Insgesamt war das eine sehr gelungene Sache - könnte man diese Frühstücksregelmäßigkeit mitsamt den Literaturhinweisen des Chefs nicht auch in der AG Tierökologie in Marburg einführen?


Bechsteindrossel

Die Bechsteindrossel (dänisch Sortstrubet Drossel, englisch Black-throated Thrush, wissenschaftlich Turdus ruficollis) bewohnt üblicherweise die Taiga Sibiriens. Nur außerordentlich selten bemüht sich solch ein Federvieh ins ferne nördliche Mitteleuropa bzw. südliche Nordeuropa. Erfreulicherweise hat sich aber nun ein weibliches Exemplar jener Spezies auf den Weg nach Dänemark gemacht und verweilt seit etwa einer Woche im Universitätspark in Kopenhagen. Als hätte es mich erwartet! Schönen Dank für so viel Aufhebens um meine Person, könnte man denken - dass die Ornithogen unter meinen Kollegen doch tatsächlich eine sibirische Seltenheit in die dänische Hauptstadt locken, um mir zur Ankunft eine Freude zu machen. Gut, nun denn, es ging wohl dabei eher nicht um mich, und das Vieh hat sich wohl auch eher selbst entschieden, hier hin zu eiern. Doch eine nette Beobachtung und ein schöner Start meiner (noch sehr kurzen) dänischen Vogelliste ist es allemal. Schließlich handelt es sich hierbei um den 8. Nachweis für Dänemark überhaupt. Es sieht allerdings ziemlich skurril aus, wenn ca. 25 birdwatcher aus allen Teilen Dänemarks oder gar Europas mit riesigen Spektiven und Kameraobjektiven um ein schnödes, verhutzeltes, aber beerentragendes Bäumchen Ringelrein tänzeln, während nebendran die Autos entlangbrettern und das Drosseltier oben im Geäst sitzt und sich fragt, ob die Leute nicht alle einen Schatten haben...


Behörde

Nein, es ist nicht nur in Deutschland so, dass man das eine oder andere Formular ausfüllen muss, um einen Arbeitsvertrag zu bekommen und sich über längere Zeit rechtmäßig irgendwo aufhalten zu können. In Dänemark läuft das - zumindest für mich als Doktoranden in der Abteilung für Populationsbiologie - folgendermaßen:

  1. Man bekommt einen Brief der "PhD school of biology", dass man als PhD student angenommen ist.
  2. Diesen Brief schickt man in Kopie an die Sekretärin der Abteilung, zusammen mit einem Lebenslauf (den man übrigens sowohl schon zur Bewerbung eingeschickt hat, als auch um den Brief der "PhD school of biology", dass man als PhD student angenommen ist, zu erhalten). Mit diesen Dokumenten beantragt die Sekretärin dann bei der PhD school of biology, dem Arbeitgeber, einen Arbeitsvertrag. Dies passiert ungefähr dann, wenn man schon offiziell ca. 3 Tage arbeitet.
  3. Man geht mit dem Brief der "PhD school of biology", dass man als PhD student angenommen ist, einem Passbild und einem Personalausweis zum Amt für staatsbürgerliche Angelegenheiten. Dort füllt man ein mehrseitiges Formular aus und bekommt ein neues Formular, auf dem, wenn man noch keinen Arbeitsvertrag hat, der Arbeitgeber bescheinigen kann, dass man bei ihm beschäftigt sein wird und ein Gehalt erhält. Dieses Formular schickt der Arbeitgeber ans Amt für staatsbürgerliche Angelegenheiten.
  4. Wenn das Amt für staatsbürgerliche Angelegenheiten dieses Formular des Arbeitgebers erhalten hat, bekommt man vom Amt für staatsbürgerliche Angelegenheiten einen Registrierungsnachweis.
  5. Mit diesem Nachweis geht man zum Amt für SozialversicherungsundwasweißichwasfürGedöns und erhält eine Sozialversicherungsnummer.
  6. Mit dieser Sozialversicherungsnummer kann man dann ein Bankkonto eröffnen, ist krankenversichert und gilt als vollwertiger Mensch.
Nun mag es zwar etwas absurd und umständlich erscheinen, was man hier alles auf sich nehmen muss, um hier in Dänemark ernst genommen zu werden - der Satz "Da ist was faul im Staate Dänemark" mag einem da ein sanftes Klingeln im Ohr verursachen. Doch muss man der Fairness halber eingestehen, dass alle Beteiligten (bisher zumindest) unheimlich freundlich sind, dass niemand sagt "Ich bin nicht zuständig" und alle einem alles zur Not auch dreimal erklären. Ein Hoch auf die Dänen. Mal sehen, wie lang's noch dauert...


Ankunft

Monday, February 5. 2007



Nun ist also der kleine Christian in der größten Stadt Skandinaviens angelangt. Und nachdem meine Eltern, die mich mitsamt ihrem Auto nach Kopenhagen begleitet haben (nochmals vielen Dank an euch!), und ich am Abend des 2. Februar 2007 meine drei Dutzend Kisten und Riesenkoffer - so kamen sie uns zumindest vor - in meine Dachgeschosswohnung geschleppt hatten, haben wir uns am Rizraz-Buffet selbst belohnt. Das Rizraz ist ein sehr nettes mediterranes allyoucaneat-Lokal - unbedingt zu empfehlen, da durch die Natur des "Allesdukannstessen"-Prinzips außerordentlich sättigend und vom Preisniveau sehr ordentlich.

Am nächsten Tag, also am 3. Februar, konnten wir nach vereinten Auspackaktionen (während derer mein lieber Herr Vater jedoch sowohl seinem SuDoku-Wahn frönte als auch meine neuesten literarischen Ergüsse im Kaktus - der Marburger Biologie-Fachschaftszeitung - zu lesen gedrängt wurde), ein wenig die Stadt erkunden. Auf den Bildern erkennt man den Nyhavn, jeweils einmal mit und ohne elterlichem Beiwerk sowie mit einem einzeln stehenden Haus, einen Teil des Schlosses Amalienburg und ein Abendsonnen-Stimmungsbild in der Innenstadt.

Abends erkundeten wir dann abermals die kulinarische Landschaft der dänischen Hauptstadt und landeten im urig-gemütlichen Lokal "Det lille Apotek", die jedem Besucher ans Herz gelegt sei: Das Apotekersteak ist mit äußerstem Nachdruck zu empfehlen!