{"id":111,"date":"2008-06-26T22:05:45","date_gmt":"2008-06-26T22:05:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelwart.de\/?p=111"},"modified":"2021-08-06T21:44:17","modified_gmt":"2021-08-06T19:44:17","slug":"widerspruch-ein-kleiner-aber-feiner-publizistischer-erfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/2008\/06\/26\/widerspruch-ein-kleiner-aber-feiner-publizistischer-erfolg\/","title":{"rendered":"Widerspruch: ein kleiner, aber feiner publizistischer Erfolg"},"content":{"rendered":"<div align=\"justify\">\n<p>Mit einer gewissen Freude ob eines kleinen, aber feinen publizistischen Erfolges erlaube ich mir, die werten Blogleserinnen und Leser auf die Seite 11 der aktuellen ZEIT (Nr. 27 vom 26. Juni 2008) aufmerksam zu machen. Da schreibt ein gewisser Christian Hof in der Rubrik &quot;Widerspruch&quot; auf der Meinungsseite einen Beitrag zur aktuellen Krise der SPD bzw. zur Rolle der Medien im vermeintlichen Untergangstrubel der deutschen Sozialdemokratie. Unten k\u00f6nnen alle Interessierten meinen Text lesen, w\u00e4hrend die Ursache des Ganzen, der Artikel &quot;Die alten Lieder singen&quot; von Brigitte Fehrle in ZEIT Nr. 26 vom 19.06.2008 <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/26\/SPD?page=all\"><i><b>HIER<\/b><\/i><\/a> zu finden ist. Kommentare, insbesondere kritische, sind au\u00dferordentlich erw\u00fcnscht!<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<h2>Widerspruch<\/h2>\n<div align=\"justify\">\n<h4>zu <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2008\/26\/SPD?page=all\">Brigitte Fehrle: &quot;Die alten Lieder singen&quot; \u2013 DIE ZEIT Nr. 26, 19. Juni 2008<\/a><\/h4>\n<p>Krokodilstr\u00e4nenreich sieht Brigitte Fehrle (ZEIT 26\/08) die Volkspartei SPD ihr Volk verlieren, wortreich unterstreicht sie deren derzeitige Schw\u00e4che.<\/p>\n<p>Fakt ist, dass es der SPD nicht gut geht \u2013 das zeigen Umfragewerte und Mitgliederzahl. Worin die Schw\u00e4che begr\u00fcndet liegt, ist indes weniger eindeutig. Frau Fehrle und mit ihr weite Teile der journalistischen Zunft finden die Ursachen in der vermeintlichen F\u00fchrungsschw\u00e4che oder der scheinbar irrationalen Verteilung &quot;sozialer Wohltaten&quot;. Doch sind dies Befunde, deren Oberfl\u00e4chlichkeit entt\u00e4uscht, wenn sie nicht mindestens um einen wichtigen Punkt erg\u00e4nzt werden, den die Medien wom\u00f6glich in mangelnder Selbstreflexion \u00fcbersehen bzw. nur unzureichend beleuchten: Den Sozialdemokraten gelingt es nicht, zu den aktuellen Problemen so Stellung zu beziehen, dass sie von der \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen werden. <\/p>\n<p>Dies mag einerseits begr\u00fcndet liegen in der angeblichen Zerstrittenheit der Partei, die zweifellos die inhaltliche Au\u00dfenwirksamkeit behindert. Andererseits jedoch auch in einer Medienlandschaft, die selbst gar noch heftiger die &quot;Flucht in die Personalfrage&quot; sucht und die, man wird den Eindruck nicht los, am vorgeblichen Untergang der deutschen Sozialdemokratie einen immensen Gefallen findet. F\u00fcr eine Erholung  muss die SPD ihre historischen wie aktuellen Erfolge selbstbewusster vertreten und L\u00f6sungen f\u00fcr die Herausforderungen unserer Zeit anbieten, die \u00fcber den Tag hinausreichen. Doch die Medien m\u00fcssen auch Raum daf\u00fcr geben (freilich f\u00fcr alle demokratischen Parteien)! <\/p>\n<p>Mit anderen Worten: Das Ringen der politischen Kr\u00e4fte um die inhaltlich richtigen Weichenstellungen f\u00fcr die Zukunft muss in der politischen Berichterstattung wieder gr\u00f6\u00dferes Gewicht erhalten. Der nervende Spekulationseifer dar\u00fcber, unter welchen Umst\u00e4nden Rot mit Dunkelrot oder aber Schwarz und Gr\u00fcn mithilfe von Gelb zusammenginge, bringt uns nicht weiter \u2013 dessen sollten sich auch die schreibenden und sendenden Medien bewusst werden.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer gewissen Freude ob eines kleinen, aber feinen publizistischen Erfolges erlaube ich mir, die werten Blogleserinnen und Leser auf die Seite 11 der aktuellen ZEIT (Nr. 27 vom 26. Juni 2008) aufmerksam zu machen. Da schreibt ein gewisser Christian Hof in der Rubrik &quot;Widerspruch&quot; auf der Meinungsseite einen Beitrag zur aktuellen Krise der SPD &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/2008\/06\/26\/widerspruch-ein-kleiner-aber-feiner-publizistischer-erfolg\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">&#8220;Widerspruch: ein kleiner, aber feiner publizistischer Erfolg&#8221;<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[10],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=111"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":878,"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/111\/revisions\/878"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}