{"id":45,"date":"2007-04-15T00:09:08","date_gmt":"2007-04-15T00:09:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.vogelwart.de\/?p=45"},"modified":"2021-08-06T21:44:19","modified_gmt":"2021-08-06T19:44:19","slug":"der-vogelwart-erschliesst-sich-die-spanische-hauptstadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vogelwart.de\/index.php\/2007\/04\/15\/der-vogelwart-erschliesst-sich-die-spanische-hauptstadt\/","title":{"rendered":"Der Vogelwart erschlie\u00dft sich die spanische Hauptstadt"},"content":{"rendered":"<p align=\"justify\">Seite um Seite k\u00f6nnte ich schreiben \u00fcber das, was mir in Madrid Tag f\u00fcr Tag zu erleben verg\u00f6nnt ist. Doch statt eines zu langen chronologischen Sermons m\u00f6chte ich mich heute auf zwei Highlights, die den gestrigen Abend und den heutigen Nachmittag beleuchten, beschr\u00e4nken. Sie befassen sich mit einem ausgedehnten Kneipenabend sowie interessanten Kontrasten auf kurzen Distanzen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h3>Kneipentour<\/h3>\n<p align=\"justify\">Gegen sieben starteten wir zu einem den Arbeitstag feuchtfr\u00f6hlich beendenden Kneipenabend. Zwei Kollegen und ich stie\u00dfen zu drei bereits in einer Cervezeria nahe dem Museum sich aufhaltenden Kolleginnen, ansonsten war die Bar zu diesem Zeitpunkt recht leer, da auch ohnehin recht kleinr\u00e4umlich bemessen, so im Ganzen. Ansprechend und dem Alkoholkonsum nicht gerade abtr\u00e4glich ist dreierlei: das Bier ist s\u00fcffig und wird in kleinen Mengen (0,2 Liter) verabreicht, au\u00dferdem gibt es (zumindest in den ersten drei Stunden) unabl\u00e4ssig Snacks, Mini-Tapas sozusagen, wie in der Schale (!) in einen Salzmantel eingebackene Erdn\u00fcsse, Chips, Mixed-Pickles-Spie\u00dfchen, Oliven, Muscheln in Tomatencreme etc. Bei den Salzschalenn\u00fcssen habe ich mir gottlob vorher angesehen, wie die Kollegen sie verzehrten, n\u00e4mlich nach dem Sch\u00e4len, sonst h\u00e4tte ich glatt drauf rumgekaut, um dann festzustellen, dass da noch &#8216;ne Schale im Weg ist. Einem anderen Mittrinker ist \u00fcbrigens just dies doch noch widerfahren. \u00dcbrigens geh\u00f6ren Erdn\u00fcsse zu den Leguminosen (Familie Fabaceae: Schmetterlingsbl\u00fctler; auch als H\u00fclsenfr\u00fcchte bekannt. Das Bier floss also reichlich, wir wurden mehr und mehr, erreichten nach ca. zwei Stunden einen Peak in der kollegialen Personenanzahl (ca. 15), und auch die Kneipe f\u00fcllte sich bis zu einem recht ansehnlichen Ausma\u00df. Ein fester Kern von ca. 12 Personen blieb \u00fcbrigens bis zum bitteren Ende, welches sich in besagter Bar zun\u00e4chst gegen 2 Uhr abzuzeichnen schien. Dies begr\u00fc\u00dfte ich angesichts meines Alkoholisierungsgrades au\u00dferordentlich, doch nach einigen Gl\u00e4sern Wasser und Cola und dem beredten \u00dcberzeugungsverm\u00f6gen der Kolleginnen und Kollegen machten wir uns dann doch noch alle gemeinsam auf in eine andere Bar. Dort war es allerdings dann irgendwie nicht mehr so toll &#8211; zu voll, zu stickig, zu m\u00fcde -, so dass wir und gegen 3:30 Uhr auf den Heimweg machten und ich um 4 gl\u00fccklich ins Bett sank. Fest steht: Trinkfest sind die Spanier!<\/p>\n<h3>Kontrastreicher Stadtbummel<\/h3>\n<p align=\"justify\">Den heutigen Nachmittag nutzte ich einmal mehr dazu, mir die Stadt zu erbummeln. Gestartet bin ich dazu im von mir bewohnten Stadtteil Malasa\u00f1a, einem hippen Viertel mit zahlreichen Bars, Kneipen und Clubs. [Die Menschenmassen, die ich vergangene Nacht um 4 Uhr vor meiner Haust\u00fcr antraf, haben mich \u00fcbrigens schier umgehauen! Durchhalteverm\u00f6gen haben die Spanier jedenfalls. Das \u00e4u\u00dfert sich schon darin, dass, das sehe ich an meinen spanischen Mitbewohnern, man hier gegen 23 bis 0 Uhr langsam beginnt, zwecks abendlichen Ausgangs aufzubrechen.] Man sieht hier tags\u00fcber den einen oder anderen Menschen, doch voll wird es in der Tat erst des n\u00e4chtens. Was man indessen all\u00fcberall in gro\u00dfer St\u00fcckzahl antrifft, ist Hundeschei\u00dfe, und zwar in den verschiedensten Ausf\u00fchrungen. Eine Bilddokumentation hier\u00fcber oder eine ausf\u00fchrliche Darstellung des Themas w\u00e4re angesichts der Omnipr\u00e4senz jener tierischen Hinterlassenschaften mal einen eigenen Blogeintrag wert.<\/p>\n<p align=\"justify\"> \u00dcber ein paar verschlungene Gassen, in denen die Damen des \u00e4ltesten Gewerbes aufgereiht waren, gelangte ich schlie\u00dflich zur Gran Via. An dieser schier beeindruckend durchlaufenen und -fahrenen Stra\u00dfenschlucht inmitten unendlicher Hochhausreihen, mit ihren Massen von Shoppern und Touristen, mit ihren Kinos und Theatern, mit H&amp;Ms, Zaras und Benettons, mit Hotels und Schuhputzern, Flyerverteilern, Verkehrsstockungen, cool-sonnenbebrillten Snobs, eitlen alten spanischen Damen, bankbesitzenden Senioren (dies in zweierlei Sinne) l\u00e4sst sich wie kaum irgend sonst der Weltstadtcharakter Madrids ablesen. <\/p>\n<p align=\"justify\">Geht man von der Plaza de Callao \u00fcber die Calle de Preciados in Richtung Puerta del Sol, f\u00fchlt man sich durch den Maintstream-Shopping-Laden-Charakter doch sehr an die Zeil in Frankfurt oder die K\u00f6lner Hohestra\u00dfe erinnert. Paarhundert Meter weiter, auf der Plaza del Oriente, ist Flanieren angesagt, Ausruhen auf Parkb\u00e4nken, endlich mal ein wenig tulpige Farbe und sattes Gr\u00fcn zurechtgestutzter Buchsbaumhecken, caf\u00e9 cortado zu Zweineunzig, die Oper zur Rechten, der K\u00f6nigspalast gegen\u00fcber. Wie im Urlaub! <\/p>\n<p align=\"justify\">Und wenn man dann noch ein bisschen mehr Gr\u00fcn, wenn auch nicht gerade weniger Menschen, so doch weniger Hundemist auf den Wegen, genie\u00dfen m\u00f6chte, geht man am Palacio Real vorbei \u00fcber die Plaza de Espa\u00f1a zum Parque del Este. Hier kann man denn auch eine mittelgro\u00dfe \u00e4gyptische Tempelanlage anlage besichtigen, die Spanien von \u00c4gypten gestiftet wurde als Dankesch\u00f6n f\u00fcr die Hilfe bei irgendwelchen Restaurierungsarbeiten in irgendwelchen Pyramiden oder so \u00e4hnlich. Dieser Tempel mit seinen Wasserfl\u00e4chen ist offenbar ein beliebtes Hintergrundmotiv f\u00fcr Hochzeitspaare, deren zwei man heute hier vorfinden konnte. Viele Liebesp\u00e4rchen tummelten sich \u00fcbrigens auf den Rasenfl\u00e4chen und, teils sehr verschlungen, auf den Parkb\u00e4nken. Es wird Fr\u00fchling! Weiterhin gibt es noch eine sch\u00f6ne Aussicht auf Kathedrale und Palacio, sowie Schwanzmeisen.<\/p>\n<p align=\"justify\"> Meine letzte Etappe &#8211; mit vorgelagertem kurzem U-Bahn-Trip &#8211; war der Weg vom Supermarkt an der Placa de Quevedo \u00fcber die Calle Fuencarral nach Hause. Dies ist quasi eine Mischung aus Gran Via und Placa del Oriente: Ein breiter Flanierstreifen l\u00e4dt ein zum entlangbummeln an netten Klamottenl\u00e4den, Kinos und Restaurants. Hier ist weniger Hektik, gehobeneres Publikum und somit alles etwas entspannter.<br \/>Mein Fazit f\u00fcr heute: Hier bleibe ich l\u00e4nger.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seite um Seite k\u00f6nnte ich schreiben \u00fcber das, was mir in Madrid Tag f\u00fcr Tag zu erleben verg\u00f6nnt ist. Doch statt eines zu langen chronologischen Sermons m\u00f6chte ich mich heute auf zwei Highlights, die den gestrigen Abend und den heutigen Nachmittag beleuchten, beschr\u00e4nken. 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